Asche, weiß wie Schnee

Junge Freiheit, 28.05.2010
Schalk im Nacken: Ein Meister-Eckhart Monolog in der Berliner Theaterkapelle

Etwas mehr Meister Eckhart täte manchem gut", riet der Psychoanalytiker Carl Gustav Jung seinen Lesern. Martin Heidegger entlieh ihm den „Gelassenheits"-Begriff, Erich Fromm ließ sich von seiner Definition von umfassender Liebe inspirieren, und Christoph Schlingensief zeigte sich jüngst von dessen „Hypergott" beeindruckt. Sogar ein Meister-Eckhart-Preis wird alle zwei Jahre ausgelobt (Preisträger unter anderem Claude Levi-Strauss, Richard Rorty und Ernst Tugendhat).

Die Ethik des Dominikanermönchs gipfelte in der Forderung, die Grenze zwischen Leben und Tod zu überwinden, eine tiefe „Gelassenheit" in der Einheit mit Gott zu erfahren. „Ich und Gott sind eins!" lautet folglich der Titel des Meister-Eckhart-Monologs von Harald-Alexander Korp. Diese bislang erste Bühnenadaption vom Leben des 1260 bei Gotha geborenen Mystikers kam jetzt anläßlich des 750. Geburtsjahrs zur Aufführung.

Gesamte Kritik von Harald Harzheim als PDF

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